Die Idee hinter Phoenix: Von einem realen Problem zu einem spezialisierten Controller


Warum Phoenix?

Als ich nach einem Namen für dieses Projekt suchte, ließ mich die Geschichte des Phönix nicht los. Ein Vogel, der aus der Asche wiedergeboren wird. Genau das spiegelte wider, was ich damals erlebte: schwierige Bedingungen, begrenzte Mittel – und dennoch die Entscheidung, etwas Neues zu schaffen.

Phoenix Automation ist für mich mehr als ein reiner Markenname. Er steht für einen Weg: aus realen Erfahrungen lernen, lösungsorientiert denken und den Mut aufbringen, Lösungen umzusetzen – auch wenn die Ressourcen knapp sind.


Wie alles begann

Es war das Jahr 2018. Die wirtschaftliche Lage hatte sich verschlechtert und die Preise für elektrische Komponenten, insbesondere für SPSen und Steuerungsanlagen, waren stark gestiegen. Die Folge: Viele Kunden konnten oder wollten ihre alten Steuerungssysteme nicht mehr modernisieren.

Für mich war das jedoch kein rein wirtschaftliches Problem. Ein unzuverlässiges Steuerungssystem bedeutet Gefahr für die gesamte Anlage: Ausfälle, Folgeschäden und höhere Kosten für den Kunden. Wir verloren Kunden, und die Kunden selbst verloren Geld. Diese Situation ließ mich nicht kalt.


Erste Konzeptskizze des Phoenix Controllers auf Papier

Die Erfahrung, die den Boden bereitete

Ich hatte bereits mit verschiedenen industriellen Reglern gearbeitet – Carel, Danfoss, Honeywell. Leistungsfähige Geräte, keine Frage. Doch eines fiel mir immer wieder auf: Die Arbeit damit war für viele Anwender und selbst für manche Techniker nicht einfach. Parametereinstellungen, Systemlogik, Fehlerdiagnose – all das erforderte Fachwissen, das nicht immer vorhanden war.

Diese Erfahrung, kombiniert mit dem realen Problem, ließ in mir eine Frage entstehen: Warum nicht einen spezialisierten Regler für Kältemaschinen entwickeln? Einen, der einfacher zu bedienen ist, leichter zu verstehen ist und gezielt auf die Anforderungen der Praxis ausgelegt ist?


Von der Idee zum Ablaufplan

Zunächst entwickelte ich die funktionale Systemstruktur. Ich brachte die Logik für den Kompressorbetrieb, Schutzfunktionen, Fehlermeldungen, Betriebszustände und eine einfache Benutzeroberfläche zu Papier, erstellte ein Flowchart und erarbeitete die Struktur.

Anschließend stellte ich ein kleines Team aus drei Personen zusammen: einen erfahrenen Mikrocontroller-Programmierer und einen Maschinenbauingenieur. Als Elektroingenieur war ich der Projektverantwortliche. Die Idee kam von mir und die fachliche Leitung lag in meinen Händen.

In diesem Projekt habe ich eine wichtige Lektion gelernt: Eine Führungskraft muss nicht alles selbst können. Es reicht, zu wissen, was man aufbauen möchte, die richtigen Menschen zusammenzubringen und ihre Stärken gezielt einzusetzen. Ich konnte keine Mikrocontroller programmieren und Maschinenbau war nicht mein Fachgebiet, aber ich wusste, welches System ich wollte und welches Team ich dafür brauchte.

Erster experimenteller Prototyp des Phoenix Controllers


Bau des ersten seriennahen Prototyps des Phoenix Controllers

Tests auf eigene Kosten

Das Projekt erreichte die Phase der ersten Tests. Alle Tests führte ich selbst durch und finanzierte sie aus eigener Tasche. Es gab kein Unternehmensbudget und keine externe Förderung. Es war allein die Überzeugung, dass die Idee es wert war, ausprobiert zu werden.


Die Vision für die Weiterentwicklung

Von Anfang an habe ich dieses Projekt nicht als einfachen Regler gesehen. In meinem Kopf hatte sich bereits ein Entwicklungspfad geformt: die Anbindung an Gebäudemanagementsysteme (BMS), die Integration in SCADA-Systeme sowie die Möglichkeit zur Fernüberwachung und Fernsteuerung.

Diese Ideen waren unter den damaligen Umständen vielleicht nicht umsetzbar – aber sie zeigen, dass ich das Problem von Anfang an mit systemischem Denken angegangen bin.

Geplante, aber nicht umgesetzte Weiterentwicklungen


Warum das Projekt damals nicht weiterging

Letztendlich verhinderten finanzielle Einschränkungen und fehlende Mittel die Fortsetzung. Das Projekt wurde gestoppt, aber es blieb nicht unvollendet. Denn dieser Weg selbst war eine vollständige Erfahrung.

Ich lernte, wie man von einem realen Problem zu einer technischen Idee gelangt. Ich lernte, ein Team aufzubauen und ein Projekt zu leiten. Und ich lernte, dass man auch mit begrenzten Mitteln, dem richtigen Denken und dem nötigen Willen weiterkommt, als man sich vorstellen kann.


Abschließender Gedanke

Phoenix Automation steht für genau diesen Weg: ein Problem erkennen, eine Lösung entwickeln, mit den vorhandenen Mitteln beginnen – und nach vorne schauen, auch nach schwierigen Zeiten.



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